
Couragierte Ersthelfer und gutes Teamwork
Montag, den 09. August 2010 um 15:38 Uhr
Am Freitag, den 06. August ereignete sich in den frühen Abendstunden auf dem Bretzwiler Stierenberg ein Notfall,welcher durch die gute Zusammenarbeit von Rettungsdienst, REGA und Polizei sowie den hervorragenden Einsatz der Ersthelfer vor Ort primär erfolgreich behandelt werden konnte.
Ein 41jähriger Mann hatte während einer Wanderung zunächst über zunehmendes Unwohlsein und Schmerzen auf der Brust geklagt, war dann unweit des Bergrestaurant Stierenberg kollabiert und nicht mehr erweckbar.
Umstehende Personen erkannten sofort die gefährliche Situation, alarmierten über die allgemein gültige Notrufnummer 144 die Rettungsleitstelle in Liestal und begannen ohne zu zögern mit der Reanimation des Mannes nachdem sie weder Puls noch Atmung feststellen konnten.
Aufgrund der zu erwartenden langen Anfahrtszeit zur Einsatzstelle alarmierte die Rettungsleitstelle zeitgleich den Rettungsdienst Paramedic aus Laufen, einen Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA sowie eine Patrouille der Polizei Baselland.
Die zuerst eintreffende Equipe der Polizei führte gemeinsam mit den Ersthelfern die Wiederbelebungsmaßnahmen fort und stellte einen geeigneten Landeplatz für den aus Basel anfliegenden Helikopter sicher. Dieser erreichte den Stierenberg wenig später, womit durch das Team der REGA die erweiterte medizinische Versorgung des Kreislaufstillstandes eingeleitet werden konnte. Kurz darauf erreichten die Rettungssanitäter des Paramedic Rettungsdienstes den Stierenberg und unterstützten die vor Ort aktiven Kräfte.
Aufgrund der frühen Alarmierung durch die Helfer vor Ort und die umsichtige Koordination der Rettungsleitstelle Liestal befand sich somit schnellstmöglich ein Team an der Einsatzstelle, welches aufgrund der personellen wie technischen Ressourcen eine optimale Versorgung des sich in Lebensgefahr befindenden Patienten sicher stellen konnte.
Nach gemeinsamer Fortsetzung der Wiederbelebungsmaßnahmen konnte schließlich eine Wiederherstellung der Kreislauffunktion erreicht werden. Ohne Verzögerung wurde der zügige Transport per Helikopter in das Universitätsspital Basel durchgeführt, wo der Verschluss einer Herzkranzarterie als vermutete Ursache des Kreislaufstillstandes erfolgreich behandelt werden konnte.

Der erfolgreiche Verlauf des Einsatzes zeigt einmal mehr, dass vor allem in ländlichen Regionen die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen als funktionierendes Team ein wichtiger Faktor für die Qualität der Patientenversorgung ist.
Mehr jedoch als die Arbeit der professionellen Helfer möchten wir den vorbildlichen Einsatz der Ersthelfer hervorheben. Bei allen technischen Fortschritten und Möglichkeiten, welche die moderne Medizin zur Verfügung stellt, sind für die Überlebenschance bei einem Kreislaufstillstand die ersten Minuten nach dem Kollaps entscheidend.
Diese enorme Bedeutung der richtigen Maßnahmen in der Frühphase von Kreislaufstillständen wird demnach in den Leitlinien der internationalen Fachgesellschaften deutlich betont und findet so auch in der sogenannten „Rettungskette“ Ausdruck. Dem frühen Notruf und den sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen sind demnach die ersten beiden Glieder einer viergliedrigen Kette und somit mindestens 50% der Gesamtbedeutung für eine gute Überlebenschance zuschreiben.
Im beschriebenen Fall haben die Ersthelfer optimal und absolut richtig gehandelt und damit den weiteren positiven Verlauf überhaupt erst möglich gemacht. Als Rettungsdienst möchten wir uns auch an dieser Stelle nochmals in aller Form für diesen couragierten Einsatz bedanken!
Wir wünschen uns, dass ein derartiges Verhalten Vorbildcharakter hat und auch Sie dazu ermutigt, in Notfallsituationen richtig zu reagieren und somit einen großen Beitrag für das Leben eines Menschen zu leisten.
Für Fragen und weitere Informationen zum Thema „Erste Hilfe im Notfall“ stehen wir gerne zur Verfügung – sprechen Sie uns an!
Tel.: 061 766 44 77
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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,
Ihre
Paramedic AG
Rettungsdienst für das Laufental und Thierstein
www.paramedic.ch
